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Aktuelle Machbarkeitsstudie zum Strukturwandel:„Rheinisches Revier“ eignet sich hervorragend als Drehkreuz für den Austausch, die Speicherung und die Nutzung großer Datenmengen

Frankfurt am Main, 20. April 2021. Das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen hat vor dem Hintergrund des anstehenden Strukturwandels die „Machbarkeitsstudie zu Dateninfrastrukturen im Rheinischen Revier“ beauftragt. Die Studie wurde unter der inhaltlichen Leitung von DE-CIX erstellt, das Auftragnehmer-Konsortium bestand aus der Deutschen Telekom Business Solutions GmbH, DE-CIX Management GmbH, Detecon International GmbH, WIK-Consult GmbH sowie der Gesellschaft für Wirtschaftliche Strukturforschung (GWS) mbH. In dieser Machbarkeitsstudie wird der Frage nachgegangen, ob im Rheinischen Revier die Voraussetzungen und Potenziale für ein Hyperscale-Rechenzentrum mit integriertem Datendrehkreuz und angeschlossenem Digitalpark gegeben sind. Die Verfasser der Studie unter der Projektleitung von DE-CIX kommen zum Schluss, dass das Rheinische Revier alle Voraussetzungen mitbringt, um die genannten Dateninfrastruktur-Komponenten anzusiedeln und sich damit zu einer der innovativsten Regionen Europas zu entwickeln. Für die Ansiedlung eines Hyperscale-Rechenzentrums als Datendrehkreuz eignen sich nach der Standortanalyse der Studienautoren insbesondere drei Flächen, die in den Kommunen Rommerskirchen (Rhein-Kreis Neuss), Dormagen-Nievenheim (Rhein-Kreis Neuss) und Bergheim-Paffendorf (Rhein-Erft-Kreis) lokalisiert sind. Für einen „Digitalpark“ kommen zahlreiche Standorte im Rheinischen Revier in Frage. Ein Digitalpark-Standort sollte in räumlicher Nähe zum Hyperscale-Rechenzentrum mit Datendrehkreuz liegen, das heißt in einem Umkreis von bis zu 30 Kilometern.

Harald A. Summa, Geschäftsführer von DE-CIX, zu den Ergebnissen der Studie: „Das Rheinische Revier ist eine historisch starke Industrieregion mitten im digitalen Wandel. Hier ist der Standort vieler großer wie kleiner Unternehmen, die zukünftig immer mehr Daten produzieren. Flankiert wird diese Entwicklung durch zahlreiche weitere Unternehmen, die sich zukünftig im Rheinischen Revier ansiedeln sollen. Bis zu 60 Millionen Nutzer im Radius von 250 Kilometern im und um das Rheinische Revier fragen bereits verstärkt nach Dateninfrastrukturen. Um diese zukünftig vor Ort versorgen zu können, haben wir in dieser Studie untersucht, ob das Rheinische Revier die Voraussetzungen zur Ansiedlung entsprechender Dateninfrastrukturen mitbringt, ob es sinnvoll ist, diese im Rheinischen Revier anzusiedeln und wie dies gelingen kann. Die Region liegt dabei geografisch ideal zwischen zwei wichtigen „Welt-Internetknoten“ – Frankfurt und Amsterdam. Hier haben viele mittelständische Unternehmen von Weltrang ihren Sitz, die im Zuge der digitalen Transformation immer stärker Dateninfrastrukturen nachfragen. Die Stromversorgung ist exzellent, um entsprechende Infrastrukturen zu betreiben. Die vorliegende Studie gibt Investoren aus der ganzen Welt die Informationen an die Hand, die sie benötigen, um das Potenzial des Rheinischen Reviers zu erkennen.“

Rheinisches Revier steht vor historischem Strukturwandel

Mit dem beschlossenen Ende des Abbaus von Braunkohle zur Erzeugung von Elektrizität endet im Rheinischen Revier eine Wirtschaftsära. Denn das Rheinische Revier ist durch die Gewinnung, Verstromung und Veredlung der Braunkohle geprägt und steht somit nun vor einer tiefgreifenden Transformation. Der Aufbau neuer Dateninfrastrukturen eröffnet dem Rheinischen Revier die Chance, den notwendigen Strukturwandel unter Beachtung von Klimaschutz- und Nachhaltigkeitsaspekten zu nutzen, Zukunftstechnologien voranzutreiben, Geschäftsmodelle zu entwickeln, Beschäftigung zu sichern und einen volkswirtschaftlichen Beitrag für künftiges Wachstum zu erzielen.